Satzung des Wiesbadener Briefmarken-Sammler-Verein von 1885 e.V.

- § 1 Name und Sitz -

Der Verein führt den Namen "Wiesbadener Briefmarken-Sammler-Verein von 1885 e.V.", hat seinen Sitz in Wiesbaden und ist dort im Vereinsregister eingetragen.

- § 2 Zweck -

Der Verein will die Freude am Briefmarkensammeln wecken und pflegen, das Verständnis für die Briefmarkenkunde vertiefen und dadurch zur Hebung von beidem beitragen.

- § 3 Mittel -

Die Mittel, die dem Verein zur Erreichung seines Zweckes zur Verfügung stehen sind:

1. das Vereinsvermögen,
2. die Beiträge der Mitglieder,
3. die Eintrittsgelder und
4. sonstige Einnahmen.

- § 4 Mitgliedschaft -

1. Mitglied des Vereins kann jeder werden, der volljährig ist. Jugendliche können in der Jugendgruppe des Vereins Mitglied werden. Aufnahmeanträge sind dem Geschäftsführer zur Bearbeitung zuzuleiten.

2. Der engere Vorstand (§ 10 Abs. 1 Ziffer 1 bis 7) entscheidet über Annahme oder Ablehnung eines Aufnahmeantrages. Bei Ablehnung hat der Antragsteller das Recht, Einspruch einzulegen. Über einen solchen Einspruch entscheidet eine Mitgliederversammlung. Dem Einspruch ist stattzugeben, wenn sich drei Viertel der anwesenden Mitglieder für die Aufnahme entscheiden.

- § 5 Ehrenmitgliedschaft, Ehrenvorsitzende und Beitragsfreiheit -

1. Mitglieder, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, können durch eine Hauptversammlung mit der Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Ehrenmitglieder sind von der Beitragszahlung befreit.

2. Langjährige, bewährte Vorsitzende des Vereins können mit der gleichen Stimmenmehrheit wie im vorhergehenden Absatz zu Ehrenvorsitzenden ernannt werden. Ehrenvorsitzende sind in dieser Eigenschaft Mitglied des Vorstands. Sie sind von der Beitragszahlung befreit.

3. Mitglieder, die dem Verein mindestens 40 Jahre angehören, sind ebenfalls von der Beitragszahlung befreit.

- § 6 Beendigung der Mitgliedschaft -

Die Mitgliedschaft erlischt:

1. durch den Tod,
2. durch Austritt,
3. durch Streichung von der Mitgliederliste und
4. durch Ausschluß.

Der Austritt ist nur zum Schluß eines Geschäftsjahres zulässig; er ist bis zum 1. November dieses Geschäftsjahres dem Vorsitzenden oder dem Geschäftsführer anzuzeigen.

Streichung von der Mitgliederliste beschließt der Vorstand, wenn

1. einem Mitglied die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt worden sind oder
2. ein Mitglied trotz schriftlicher Mahnung (§ 8, vorletzter Absatz) seinen geldlichen Verpflichtungen gegenüber dem Verein nicht nachkommt.

Der Ausschluß eines Mitglieds ist vom Vorstand zu beantragen

1. bei schuldhafter, schwerwiegender Verletzung von Vereinsinteressen,
2. bei unredlichem oder ehrenrührigem Verhalten und
3. bei wiederholtem oder schwerwiegendem Verstoß gegen die Rundsendebedingungen des Vereins.

Über den Ausschluß entscheidet auf Antrag des Vorstands eine Versammlung (§ 11). Die Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden keinen Anspruch auf Rückerstattung von Beiträgen und sonstigen Geld- oder Sachleistungen und keinen Anspruch auf einen Teil des Vereinsvermögens. Bereits unbedingt entstandene Rechte und Pflichten werden durch das Erlöschen der Mitgliedschaft jedoch nicht berührt. Streichungen von der Mitgliederliste und Ausschlüsse aus dem Verein sind den Mitgliedern ohne Begründung im Rundschreiben des Vereins zur Kenntnis zu geben.

- § 7 Geschäftsjahr -

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

- § 8 Eintrittsgeld und Beitrag -

Eintrittsgeld und Beitrag sind jährlich von der ordentlichen Hauptversammlung für das folgende Geschäftsjahr festzusetzen. Von diesem Beschluß werden die Mitglieder im Rundschreiben des Vereins unterrichtet.

Auf das Eintrittsgeld kann bei unmittelbarem Übertritt aus einem anderen Verein des BDPh sowie bei Wiederaufnahme nach Entscheidung des Vorstands verzichtet werden.

Der Jahresbeitrag ist in einer Summe bis Ende des Monats Februar für das laufende Geschäftsjahr fällig. Mitglieder, die bis zu diesem Termin ihren Beitrag nicht entrichtet haben, sind unter Setzung einer Nachfrist von mindestens zwei Wochen einmal zu mahnen. Ihnen ist in der Mahnung anzukündigen, daß sie von der Mitgliederliste gestrichen werden können, wenn der fällige Beitrag nicht bis zum Ablauf der Nachfrist eingegangen ist.

Ist die Zahlung nicht bis zum Ablauf der Nachfrist eingegangen, kann das Mitglied durch Beschluß des Vorstandes nach § 6 Abs. 3 Ziffer 2 von der Mitgliederliste gestrichen werden.

Die Aufnahme eines neuen Mitgliedes wird erst nach Eingang des Jahresbeitrages durch Zusendung der Mitgliedskarte bestätigt.

- § 9 Organe des Vereins -

Die Organe des Vereins sind:

1. der Vorstand,
2. die Monatsversammlungen und
3. die Hauptversammlungen.

- § 10 Vorstand des Vereins -

Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

1. dem Vorsitzenden,
2. dessen Stellvertreter (2. Vorsitzender),
3. dem Geschäftsführer (zugleich Schriftführer),
4. dem Schatzmeister,
5. dem Rundsendeleiter,
6. dem Bücher- und Zeitschriftenwart,
7. dem Jugendwart,
8. den Beisitzern und
9. dem oder den Ehrenvorsitzenden.

Der Vorsitzende, in seiner Abwesenheit ein anderes Vorstandsmitglied nach der vorstehenden Reihenfolge, leitet die Vorstandssitzungen und Versammlungen und erledigt die Arbeiten zur Leitung des Vereins.

Der Geschäftsführer erledigt die vereinsinternen Arbeiten, soweit diese nicht anderen Vorstandsmitgliedern obliegen und führt die Niederschriften.

Alle Niederschriften sind durch den Vorsitzenden und den Geschäftsführer zu unterzeichnen. Die Niederschriften über Hauptversammlungen sind außerdem der nächsten Monatsversammlung zur Einsicht vorzulegen. Ergibt sich aus dieser, den Mitgliedern zu Beginn der Versammlung anzukündigenden Einsichtsmöglichkeit kein Widerspruch, ist die Niederschrift genehmigt.

Über einen Widerspruch ist in der gleichen Versammlung mit einfacher Mehrheit zu entscheiden. Widerspruch und Entscheidung der Versammlung sind vom Geschäftsführer, bei Abwesenheit von einem anderen Vorstandsmitglied schriftlich festzuhalten und der widersprochenen Niederschrift beizufügen.

Der Schatzmeister verwaltet das Vereinsvermögen, zieht die Beiträge, Eintrittsgelder und fällige Zahlungen an den Verein ein, leistet die Ausgaben, führt die Kassenbücher und erledigt Fragen der Besteuerung mit dem Finanzamt. Er erstellt zum Jahresabschluß den Kassenabschluß und den Kassenbericht. Außerplanmäßige Ausgaben leistet er nach Zustimmung des Vorstands.

Der Rundsendeleiter regelt den Rundsendedienst nach den hierfür vom Vorstand genehmigten Grundsätzen.

Der Bücher- und Zeitschriftenwart verwaltet die Bibliothek des Vereins und sorgt für den regelmäßigen Umlauf der Zeitschriften in den Lesezirkeln.

Die Beisitzer werden zur Erledigung bestimmter Aufgaben herangezogen. Ihre Aufgabengebiete kann der Vorstand mit Beschluß ändern, ausweiten oder begrenzen. Die Erledigung der Vereinsgeschäfte liegt in den Händen der Vorstandsmitglieder zu Nr. 1 bis 8.

Vereinsvorstand im Sinne des § 26 BGB ist der Vorsitzende, sein Stellvertreter und der Geschäftsführer. Der Verein wird durch zwei dieser Vorstandsmitglieder gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Zur rechtsgültigen Verpflichtung des Vereins sind die Unterschriften von zwei dieser Vorstandsmitglieder erforderlich.

Es können mehrere Vorstandsämter in einer Person vereinigt sein, mit Ausnahme der Ämter des Vorsitzenden und des Geschäftsführers.

- § 11 Versammlungen -

Die Monatsversammlung findet an einem bestimmten Tag eines jeden Monats, die ordentliche Hauptversammmlung am gleichen Tag im März oder April statt. Aus wichtigem Grund kann der Vorstand die Hauptversammmlung bis zu sechs Monaten früher oder später einberufen.

Außerordentliche Hauptversammlungen kann der Vorstand anberaumen. Er muß eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, wenn mindestens 20 Mitglieder dies unter Angabe der zu behandelnden Punkte schriftlich beantragen.

Zu Hauptversammlungen sind die Mitglieder mindestens eine Woche vorher unter Bekanntgabe der Vorschläge zur Tagesordnung schriftlich einzuladen.

- § 12 Ordentliche Hauptversammlung -

Die Tagesordung einer ordentlichen Hauptversammlung muß folgende Punkte enthalten:

1. Bericht des Vorsitzenden über das abgelaufene Geschäftsjahr,
2. Bericht des Schatzmeisters,
3. Bericht des Rundsendeleiters,
4. Bericht des Bücher- und Zeitschriftenwartes,
5. Bericht des Jugendwartes,
6. Bericht der Beisitzer mit unmittelbaren Aufgaben im Vorstand,
7. Bericht der Kassenprüfer,
8. Entlastung von Schatzmeister und Rundsendeleiter,
10. Wahl des Vorstandes (alle zwei Jahre),
11. Festsetzung des Jahresbeitrages und des Eintrittsgeldes,
12. Anträge und Verschiedenes.

Die berichterstattenden Vorstandsmitglieder haben ihre Berichte schriftlich abzufassen und unterschrieben als Anlage mit Niederschrift abzugeben.

Die Vorstandsmitglieder werden für die Zeit bis zur übernächsten Hauptversammlung durch einfache Stimmenmehrheit gewählt.

Die Wahlen erfolgen in geheimer, schriftlicher Abstimmung. Sie können auch, wenn sich kein Widerspruch erhebt, durch Zuruf erfolgen.

Scheidet eines von den im § 10 unter Nr. 1 bis 8 aufgeführten Vorstandsmitgliedern vorzeitig aus, so ist bis zur nächsten Hauptversammlung vom Vorstand ein Vertreter zu bestellen.

- § 13 Vorstandssitzungen -

Ordentliche oder außerordentliche Hauptversammlungen sind in Vorstandssitzungen, zu denen alle Vorstandsmitglieder einzuladen sind, vorzubereiten. Weitere Vorstandssitzungen werden nach Bedarf vom Vorsitzenden einberufen. Er muß dies tun, wenn mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder dies beantragt.

- § 14 Beschlußfassung und Abstimmung -

Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte der im § 10 unter Nr. 1 bis 7 aufgeführten Vorstandsmitglieder anwesend ist.

In den Vorstandssitzungen und in den Versammlungen entscheidet die einfache Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder, soweit die Satzung nichts anderes vorschreibt. Bei Stimmengleichheit ist der zur Abstimmung stehende Antrag abgelehnt.

- § 15 Gäste -

Gäste können zu den Veranstaltungen des Vereins, außer Hauptversammlungen, mit Zustimmung des Vorsitzenden oder des jeweiligen Vertreters teilnehmen, jedoch nicht öfter als dreimal im Jahr.

Für Mitglieder anderer Sammlervereine im BDPh gilt diese Einschränkung nicht.

- § 16 Satzungsänderungen -

Satzungsänderungen können nur durch eine Hauptversammlung und mit Zustimmung von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.

- § 16 Auflösung des Vereins -

Ein Antrag auf Auflösung des Vereins kann nur in einer Hauptversammlung gestellt werden. Die Auflösung ist nicht möglich, solange zehn der anwesenden Mitglieder den Fortbestand des Vereins fordern.

Über die Verwendung des etwa vorhandenen Vereinsvermögens und die Vereinsbibliothek entscheidet die auflösende Hauptversammlung.

Die vorliegende Satzung wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 17.11.1981 angenommen. Der § 2 wurde vom Registergericht nur in der Fassung vom 16.3.1960 genehmigt.

Im August 1982, Wiesbadener Briefmarken-Sammler-Verein von 1885 e.V.

gez. Dieter Mickel

Nach oben